Wie lange ist man bei der Privathaftpflicht seiner Eltern mitversichert?

Versicherte FamilieAlle Kinder und Jugendliche sind automatisch über die Eltern mit haftpflichtversichert (Definition der „Haftpflicht“).  Das gilt auch bei Adoptiv-, Stief- oder Pflegekindern. Wenn sie sich in einer Berufsausbildung wie zum Beispiel einer Lehre oder einem Studium befinden oder noch in der Schulausbildung sind, gilt das auch für volljährige, unverheiratete Kinder.

Privatpflichtversicherung der Eltern endet nach der Lehre

Kurzfristige Unterbrechungen der Ausbildungszeit durch Ersatzdienst, Wehrdienst, warten auf den Ausbildungsbeginn oder Praktika sind während der Versicherungszeit möglich. Eine Mitversicherung der Kinder endet dann, wenn sie die Ausbildung beendet haben und selber ein Einkommen erzielen. Sollte das Kind mit einer zweiten Ausbildung nach der abgeschlossenen Lehre starten, oder mit einem zweiten Studium, nach dem ein Studium bereits abgeschlossen wurde, erlischt der Versicherungsanspruch. Spätestens mit der Vollendung des 25. Lebensjahres ist ebenfalls Schluss mit der Mitversicherung über die Eltern. Auch bei einer Heirat endet der Versicherungsschutz für den Sohn oder die Tochter sofort.

Während des Auslandsaufenthalts besteht der Schutz weiter

Sollte sich das volljährige Kind bis zu einem Jahr im Ausland aufhalten, dann bietet die Haftpflichtversicherung http://www.haftpflichttipp.com trotzdem ihren kompletten Schutz an. Sollte die Ausbildung in anderen Ländern länger dauern, ist dies vorab mit der jeweiligen Versicherung abzuklären, in wieweit die Versicherung weiterhin bestehen bleibt. Innerhalb der EU sollte es mit dem Versicherungsschutz die wenigsten Probleme geben. Ganz anders ist es bei einem Aufenthalt in Nordamerika. Hier existieren Summenbegrenzungen, die oft unter der vereinbarten Versicherungssumme liegen. Überhaupt muss ein Aufenthalt in den Ländern wie zum Beispiel USA, Kanada oder Australien vorab versicherungstechnisch geklärt werden. Nicht in jedem Land ist ein Haftpflichtschaden durch die Versicherung der Eltern gedeckt.

Besondere Regelungen und Sonderfälle bei der Haftpflichtversicherung für Studenten

Studenten in der UniBekanntlich haben Studenten nicht viel Geld zur Verfügung und können sich daher in den meisten Fällen über die Eltern mitversichern lassen. Eine Mitversicherung ist nicht an die häusliche Gemeinschaft mit den Eltern gebunden und bietet daher einen flexiblen Haftpflichtversicherungsschutz. Besonders günstige Versicherungen gibt es für Kinder eines beamteten Elternteils, die via einer Beihilfe mit 80% in der Regel versichert sind und nur einen Rest der Versicherung abdecken müssen. Bei einer gesetzlichen Haftpflichtversicherung gibt es diese Restversicherung nicht, dafür gibt es bei den privaten Versicherungen eine ideale Ergänzung. Hierbei muss beachtet werden, dass die Beihilfe der Beamtinnen an das Kindergeld gekoppelt ist. Die Ergänzung ist nur bis zum 25. Lebensjahr möglich, danach muss eine eigene Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Später im Studium ist ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung nicht möglich. Eine Ausnahme wird nur gemacht, wenn vier Wochen keine Immatrikulation besteht. Für Studenten über 30 oder wenn schon das 14. Fachsemester überschritten wurde, gibt es keinen günstigeren Studententarif bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Ein privater Tarif ist dann wesentlich günstiger. Er ist beim Abschluss für den Rest des Studiums bindend.